Stadler hofft auf Großaufträge durch Abfallreform

Die Stadler Anlagenbau GmbH, einer der weltweit größten Hersteller von Sortieranlagen, setzt auf den russischen Markt: Vor zwei Jahren eröffnete das Unternehmen eine Repräsentanz, um sich an der Abfallreform zu beteiligen.

Stadler ist seit vielen Jahren auf dem russischen Markt aktiv, allerdings hat der deutsche Maschinenbauer in der Vergangenheit eher Komponenten und Einzelteile für Anlagen in Russland abgesetzt. Im Zuge der Abfallreform entschied sich das Familienunternehmen aus dem baden-württembergischen Altshausen dafür einen stärkeren Fokus auf das Land zu legen.

So bietet Stadler den russischen Entsorgungsunternehmen nun vollautomatisierte Müllsortieranlagen an. Diese sind wesentlich effizienter als die in Russland noch weit verbreiteten Anlagen, wo größtenteils per Hand sortiert wird. Nach Ansicht von Stadler ist dies eine Marktnische mit großen Chancen. „Allerdings muss sich dort auch die Mentalität der Einkaufsmanager in der Branche ändern, die eben bisher nur die alten Handsortieranlagen kennen“, meint Stadler-Vertreter Wjatscheslaw Gawriljasty.

350 Anlagen hat Stadler weltweit bereits erfolgreich installiert. Die Kapazität reicht von 10.000 Tonnen bis zu 1,2 Millionen Tonnen jährlich. Die Sortierung erfolgt entsprechend den Bedürfnissen des Auftraggebers. Neben der Standardsortierung nach Plastik, Glas, Papier, Metall und Aluminium können die Anlagen auch nach der chemischen Zusammensetzung der Abfälle oder nach Farben trennen.

Die internationale Erfahrung soll nun in Russland zum Tragen kommen, wo sich Stadler an Ausschreibungsverfahren für Anlagen mit einer Kapazität von insgesamt mehr als einer Million Tonnen beteiligt. Aktiv ist das Unternehmen speziell in der Region Moskau und im südrussischen Gebiet Krasnodar.

Im Gebiet Moskau will Stadler künftig auch einen Teil seiner Produktion lokalisieren. Weil die russische Regierung auch bei der Abfallreform auf Importverdrängung setzt und Anlagen in Russland hergestellt werden müssen, will Stadler Metallkonstruktionen und Kabinenraum für die Operatoren der Anlagen im Moskauer Gebiet produzieren. Gawriljasty beziffert die Investitionen auf einen zweistelligen Millionenbereich.

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