Das digitale Gespräch: Swetlana Bigesse, Remondis Russland, Generaldirektorin

Wir sind der Überzeugung, dass die Digitalisierung auch in unserer Branche einen großen Beitrag zur Schaffung geschlossener Stoffkreisläufe leisten kann.

01/28/2020

Welche digitalen Technologien verwendet Remondis schon heute? 
REMONDIS setzt heute zunehmend auf digitale Hilfsmittel, um Kunden Service auf Knopfdruck anzubieten. Beispiele sind ein Online-Containershop zur Entsorgung unterschiedlichster Abfallarten von Garten- und Parkabfällen bis hin zu Miettoiletten sowie Apps zur korrekten Verwendung von Recyclingbaustoffen und zur schnellen Vermittlung von passenden Versorgungsdienstleistern.  

Wie sehen Abfallwirtschaft und Müllverarbeitung im Jahr 2050 aus? 
Das hängt vor allem von der Infrastruktur der Städte und der Bereitschaft von Produzenten zur Einhaltung strikter Ökodesignkriterien ab. In großen Städten wird sich die Sammlung von Abfällen wahrscheinlich nur durch den Einsatz emissionsfreier und autonom fahrender Fahrzeuge unterscheiden. Ob die Weiterverarbeitung der gesammelten Abfälle zu Recyclingrohstoffen auf ein neues Niveau gehoben wird, hängt davon ab, ob Verpackungsmaterialien und die darin enthaltenen Produkte so gestaltet werden, dass man sie vollumfänglich recyceln kann. 

Warum sind Sie der Deutsch-Russischen Initiative zur Digitalisierung (GRID) beigetreten?
Wir sind der Überzeugung, dass die Digitalisierung auch in unserer Branche einen großen Beitrag zur Schaffung geschlossener Stoffkreisläufe leisten kann. Schon die schiere Menge und unterschiedliche Art der zu verwertenden Abfälle erfordert intelligente Steuerung durch digitale Prozesse. Ziel muss es sein, alle Rohstoffe, die der Mensch in sämtlichen Produkten verbaut, zurückzugewinnen und in einen ewigen Kreislauf zu führen. Dafür leistet Kollege Computer einen entscheidenden Beitrag.

Swetlana Bigesse ist Leiterin der AG Umwelt und Abfallwirtschaft. Sie war beteiligt an der Entwicklung des AHK-Positionspapiers zur Abfallwirtschaft und der digitalen Abfallplattform germantech, auf der deutsche Firmen ihre Technologien für die Abfallreform in Russland anbieten. Das Unternehmen Remondis ist auch Mitglied der Deutsch-Russischen Initiative für Digitalisierung (GRID).

Interview: Thorsten Gutmann    

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