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In Russland wird Mülltrennung zur Pflicht

Die russische Staatsduma (Parlamentsunterhaus) hat in dritter Lesung einen Gesetzentwurf verabschiedet, der die privaten Haushalte zur Mülltrennung verpflichtet. Unternehmen obliegt demnach die Pflicht, Wertstoffe (sog. Sekundärressourcen) entweder selbst wiederzuverwerten oder von darauf spezialisierten Firmen wiederverwerten zu lassen.

06/28/2022

foto: Mülltrennung / shutterstock/ Inna Dodor

Im Gesetz werden zudem die Begriffe „Sekundärressourcen“ und „Sekundärrohstoffe“ näher definiert. Sekundärressourcen sind demnach Abfälle oder ihre Bestandteile, die für neue Produkte, Arbeiten oder Dienstleistungen genutzt oder energetisch verwertet werden können. Sie dürfen nicht deponiert, sondern müssen recycelt werden. Als Sekundärrohstoffe gelten „Produkte, die aus Sekundärressourcen gewonnen wurden“.

Außerdem verabschiedete die Duma ein Gesetz, das die Behandlung von Nebenprodukten aus der Viehzucht reguliert. Als Nebenprodukte werden Substanzen wie Mist, tierische Exkremente, Einstreu oder Gülle bezeichnet, die bei der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung entstehen und in der Agrarproduktion eingesetzt werden können. Mit dieser Maßnahme soll die Einbeziehung dieser Nebenprodukte in die Agrarproduktion verbessert werden, um insbesondere landwirtschaftlich genutzte Böden wieder fruchtbar zu machen. / TBO (RU)

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