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REO investiert zwei Millionen Euro in Müllfabrik in Westsibirien

Eine Müllverwertungsanlage mit einer jährlichen Kapazität von 35.000 Tonnen Hausmüll soll bis 2023 im Autonomen Kreis der Chanten und Mansen entstehen. Der für die Abfallreform in Russland zuständige Umweltdienstleister REO will 170 Millionen Rubel (knapp zwei Millionen Euro) für das Projekt in Westsibirien locker machen.

08/12/2021

Nach REO-Angaben sollen künftig 19 Prozent der Abfälle in der Anlage stofflich verwertet und weitere 35 Prozent kompostiert werden.

Der russische Umweltdienstleister will das Vorhaben bis Ende 2021 durch die Ausgabe von Anleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren und einem Kuponzins von drei Prozent finanzieren. Damit wird aber nur ein Teil der Projektkosten von insgesamt 888 Millionen Rubel (mehr als zehn Millionen Euro) gedeckt. Die regionale Regierung beteiligt sich mit 163 Millionen Rubel. Weitere 387 Millionen Rubel sollen von einer Bank kommen. 

Außerdem sollen im Autonomen Kreis der Chanten und Mansen in den kommenden Jahren fünf moderne Deponien für feste Haushaltsabfälle gebaut werden. Ihre Gesamtkapazität ist mit 590.000 Tonnen im Jahr geplant. Im Zuge der russischen Abfallreform werden insbesondere Mülltrennungs- und Recyclingprojekte gefördert. / RIA (RU)
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