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Streit um Finanzierung neuer Müllverbrennungsanlagen in Russland scheint beigelegt

Das russische Industrie- und Handelsministerium hat sich bereit erklärt, den vom Staatskonzern Rostec angekündigten Bau neuer Müllverbrennungsanlagen nun doch mitzufinanzieren. Bis 2024 könnten knapp 37,6 Milliarden Rubel (453 Millionen Euro) aus der Staatskasse in das Projekt fließen, wenn die anderen Regierungsmitglieder zustimmen.

12/22/2021

foto: Müllverbrennungsanlage (Symbolbild)

Rostec-Tochter RT-Invest will bis 2026 russlandweit 25 Müllverbrennungsanlagen mit einem geschätzten Wert von insgesamt 1,3 Billionen Rubel (16 Milliarden Euro) bauen und hat dafür staatliche Subventionen in Höhe von 320 Milliarden Rubel (fast 3,9 Milliarden Euro) beantragt. Doch das Finanzministerium lehnte die Finanzierung zunächst ab.

Nun schlägt das Industrie- und Handelsministerium vor, dass zuerst neun Anlagen errichtet werden. Für ihren Bau stellt das Ministerium 37,6 Milliarden Rubel (453 Millionen Euro) aus der Staatskasse in Aussicht. Die Mittel sollen im Rahmen des Nationalen Projekts „Umwelt“ bereitgestellt werden, schlägt der stellvertretende Industrie- und Handelsminister Viktor Jewtuchow in einem Schreiben vor, das er am 16. Dezember an andere Ministerien und Behörden verschickt hat.

Die neun Anlagen könnten laut dem Industrie- und Handelsministerium bis 2024 fertiggestellt werden und jährlich 4,9 Millionen Tonnen Abfall thermisch verwerten. Den Investitionsbedarf schätzt das Ministerium auf rund 343 Milliarden Rubel (4,1 Milliarden Euro). Die Gesamtleistung aller 25 Müllverbrennungsanlagen, die RT-Invest in russischen Großstädten mit mindestens 500.000 Einwohnern bauen will, ist mit 14,6 Millionen Tonnen im Jahr geplant. / RBC (RU)
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