Weniger Geld für die Umwelt

Infolge der Corona-Krise muss das Nationalprojekt „Umwelt“ der russischen Regierung in diesem Jahr mit weniger Geld auskommen

06/26/2020

foto: pixabay

Die ursprünglich veranschlagten Ausgaben von 528,7 Milliarden Rubel sollen um rund 45 Milliarden Rubel gekürzt werden. Das Geld soll in den Reservefonds der Regierung fließen und für die Eindämmung der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie verwendet werden. Am schlimmsten betroffen ist das Teilprojekt „Saubere Luft“, dessen Budget um 15 Milliarden Rubel reduziert wird. Der Großteil dieser Summe stammt als noch nicht verwendete Mittel aus dem Vorjahr. Warum die Mittel nicht verwendet wurden, ist unklar. Möglicherweise liegt es daran, dass die föderale Regierung die einschlägigen Programme der Regionen abgelehnt hatte. Als Folge stehen für die „Saubere Luft“ in diesem Jahr nur noch 738,4 Millionen Rubel zur Verfügung. Der russische Rechnungshof hatte 2019 kritisiert, dass beim Projekt „Umwelt“ von allen Nationalprojekten am wenigsten Fortschritte erzielt worden seien. Laut „Kommersant“ wurde auch innerhalb des Nationalprojekts das Geld neuverteilt. Eine Milliarde Rubel wird für die PR-Unterstützung der Nationalprojekte zur Verfügung gestellt, mit der sich ANO „Nationalnyje projekty“ befasst. Die Regierung will schon im Juli eine Neuauflage der „Umwelt“ veröffentlichen. / Kommersant (RU)

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