Die Finanzierung des Dualen Systems

Das Duale System dient der umweltgerechten Sammlung und Verwertung von Verpackungsabfällen. Finanziert wird es von den Herstellern der Verpackungen selbst, die sich als Produktverantwortliche auf diese Art an der Entsorgung beteiligen.

Insgesamt muss die Industrie jährlich etwa eine Milliarde für die Entsorgung der Verpackungsabfälle zahlen.

12,2 Millionen Tonnen an Abfällen sind 2017 in deutschen Wertstofftonnen oder im gelben Sack gelandet. Für die Verbraucher ist die Entsorgung kostenlos. Allerdings trägt sich das Recycling nicht selbst. Die Wiedergewinnung von Ressourcen deckt die Ausgaben der Verarbeitung nicht ab.

Daher werden die Hersteller von Verpackungen hier in die Verantwortung genommen. Sie sind verpflichtet mit den Anbietern von Dualen Systemen bei der Entsorgung zu kooperieren. Konkret bedeutet das, dass sie eine Lizenz erwerben und sich damit finanziell an der Verwertung der Verpackungsabfälle beteiligen sollen. Inzwischen haben 175.000 Unternehmen in Deutschland ihre Verpackungsmengen bei den Dualen Systemen lizensiert.

Die Kosten und Preise der Lizenz legen die Dualen Systeme individuell und jedes Jahr neu fest. Sie richten sich aber nach der Menge der anfallenden Abfälle genauso wie auch nach deren Art. So ist die Entsorgung von Altpapier und Glas billiger als die Behandlung von Kunststoffen, die als Verpackung dienen. Für das Jahr 2020 verhandeln Vertreiber und Entsorger derzeit über Preise von 650 bis 670 Euro pro Tonne Kunststoff. Insgesamt belaufen sich die jährlichen Lizenzeinnahmen der Dualen Systeme auf rund eine Milliarde Euro.